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Daguerreotypie Mai 29, 2008

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Am 19. August 1839 wurde im Institut de France das neue Verfahren der Daguerreotypie der Öffentlichkeit vorgestellt. Dieses Datum gilt auch als die Geburtsstunde der Fotografie. Benannt wurde dieses Verfahren nach dem offiziellen Erfinder Louis Jacques Mandé Daguerre (*1787 – U1851), dieser versuchte schon 1824 Bilder der Camera Obscura mit Hilfe lichtempfindlicher Stoffen aufzuzeichnen. Bis zu seinem Vertrag mit Nicéphore Niépce hatten seine Versuche jedoch nur wenig Erfolg und ohne die Vorarbeit von Niépce, der 1833 unbeachtet von der Öffentlichkeit starb, hätte L. J. M. Daguerre sein Verfahren nicht vervollkommnen können. Dadurch das Daguerre, Nicéphore Niépces Erben, Isidore Niépce, zu einer Vertragsänderung bewegte, konnte er dieses Verfahren nach sich selbst benennen und brachte somit Niépce um seinen Nachruhm.

Bei der Daguerreotypie wird eine gereinigte, polierte und versilberte Kupferplatte in einem Kästchen Joddämpfen ausgesetzt. Es entsteht eine hauchdünne lichtempfindliche Jodsilberschicht. Diese Platte wird dann in der Camera Obscura durch das Öffnen der Linse ein paar Minuten belichtet. Das nun noch nicht sichtbare Bild wird dann in einem anderen verschließbaren Kasten durch erwärmtes und verdampftes Quecksilber entwickelt. In einem lauwarmen Salzwasserbad wurde die Platte dann fixiert, danach gespült gewässert und getrocknet.

 

Der wichtigste Schritt, nämlich das vorhandene Bild auf der Jodsilberplatte mit Hilfe von Quecksilberdämpfen zu entwickeln, gelang Daguerre erst 1937. Sechs Jahre später, als er durch Zufall die Lichtempfindlichkeit von Silberjodid feststellte.

 

  

 

Kamera von L.J.M. Daguerre, und eine Daguerreotypie von 1850

 

Die Daguerreotypie galt nun als ein zuverlässiges fotografisches Verfahren, auch wenn die Prozedur sehr umständlich war und genau eingehalten werden musste.