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Die Siegeszüge der Daguerreotypie und Kalotypie Mai 29, 2008

Gespeichert unter: Siegeszüge der Daguerreotypie und Kalotypie — dokely @ 6:41

Wie zu erwarten war, dass Interesse an der Fotografie sehr groß, nicht unschuldig daran war das die Bilder sofort durch Presse und andere Publikationen in Europa und Amerika verbreitet wurden. Ende des Jahres 1839 war die Fotografie schon so populär, dass sich Tausende dafür zu interessieren begannen. Die hohen Preise der Geräte schreckten jedoch viele Interessierte ab und vorerst beschäftigten sich hauptsächlich jene damit, die auch beruflich damit konfrontiert waren.

Die Senkung der Verkaufspreise, die Verkürzung der Belichtungszeiten und die Weiterentwicklung der Aufzeichnungsverfahren machten die Fotografien allmählich massentauglich.

 

Auch die Tatsache, dass Jod- und Quecksilberdämpfe hochgiftig waren hielt Interessierte nicht davon ab fanatisch Daguerreotypien herzustellen und somit entstanden 1839 erste professionelle Ateliers in Amerika, London, Paris, Berlin, Hamburg und Wien.

 

Jene Modelle, die anfangs abgelichtet wurden, mussten ein hohes  Maß an Selbstbeherrschung mitbringen, denn die besten Daguerreotypien sind von hoher ästhetischer  Qualität und von großer Eindringlichkeit. Sie wurden oft als kleine Kunstwerke angepriesen, doch auch wenn die Fotografie an Popularität zunahm, gab es über sie besonders bei Künstlern und Kritikern heftige Diskussionen. Es wurden oft ihr ästhetischer Wert und die Kunstwürdigkeit in Frage gestellt. Andererseits jedoch drang  die Fotografie schnell in die wichtigsten Aufgabenbereiche der Kunst wie zum Beispiel das Portrait, Landschaft, den Akt und die Kunstreproduktion ein. Das bedeutete für viele Künstler eine Gefährdung ihrer Existenz.

 

Bis 1850 zeigten sich jedoch immer mehr Vorteile der Papierfotografie. Diese Bilder waren weniger empfindlich, billiger zum Herstellen und konnten einfach vervielfältigt werden. Das gebräuchlichste Verfahren hierfür war die Fotografie auf Salzpapier; also die Kalotypie. Trotz einiger Nachteile in Brillanz und Schärfe der Bilder wurden auch hier bemerkenswerte Leistungen erzielt, die sich besonders für künstlerisches Streben eignete.

 

Kalotypie Mai 29, 2008

Gespeichert unter: Kalotypie — dokely @ 6:40

Doch auch die Konkurrenz aus England schlief nicht. So verzeichnete William Henry Fox Talbot nach einer Versuchsreihe im Jahre 1834 – 1835 schon erste Erfolge, auch wenn er sich dessen nicht bewusst war. Er stellte diese Experimente jedoch wegen anderer Arbeiten ein.

In jener Versuchsreihe kam er auf den Gedanken Objekte und Pflanzen, hauptsächlich aber Pflanzen, auf mit Silbernitrat und einer Salzlösung getränktes Papier zu legen und dies dem Sonnenlicht auszusetzen. Alles, das nicht durch das Objekt oder die Pflanze abgedeckt war, färbte sich im Laufe der Zeit dunkelbraun und wurde dann von Talbot mit Kochsalzlösung fixiert. So entstand das frühest erhaltene Negativ der Welt im Sommer 1835.

(hier ein Beispiel für ein Negativ mit Pflanze von 1839)

 

 

Der größte Teil seines Interesses galt aber dem Fixieren der Bilder der Camera Obscura. Da er selbst kein geeignetes Gerät dafür besaß, ließ er sich vom Dorftischler kleine Kameras anfertigen und stattete diese mit einer Linse aus. Talbot stellte sie um sein Haus auf und wartete einige Stunden, bis auf dem nass eingelegten Papier die verschiedenen Hausansichten erschienen. Diese Negativbilder waren die Grundlage aller späteren Negativ – Positiv Fotografien. Dann stellte er die Arbeiten an dieser Materie ein.

Erst als er von der Erfindung der Daguerreotypie hörte, arbeitete er wieder an seiner eigenen Erfindung weiter. Da er seine früheren Erkenntnisse nie veröffentlicht hatte meldete er Prioritätsansprüche an. Dieser Versuch war jedoch vergeblich.

Im Jahre 1840 fand er eine geeignete Substanz zum Sensibilisieren des Fotopapiers und senkte mit dieser Erkenntnis die Belichtungszeit von 60 Minuten auf wenige Sekunden.

Er machte das Papiernegativ, dass er zuerst mit Gallussäure – Silbernitrat – Lösung entwickelt hatte, mit Bienenwachs transparent, legte es auf einen Bogen Salzpapier und erhielt so eine positive Kontaktkopie. Ein sogenanntes Salzprint. Talbot nannte dieses Verfahren Kalotypie, oft auch Talobytie genannt und lies es patentieren. Da er die Nutzung des Verfahrens streng regelte, schränkte er die Verbreitung seines Verfahrens enorm ein. Talbot, dem im Vergleich zu Daguerre die verdiente Anerkennung versagt blieb, reiste in den folgenden Jahren viel durch Europa um sein Verfahren publik zu machen. Später widmete er sich der Fotografie nur mehr in Experimenten.

Mit der Kalotypie hat Talbot den ersten Schritt gemacht um die Fotografie als Massenmedium zu etablieren. Auch fügte er erstmals in sein von 1844 bis 1846, erschienenes Werk „The Pencil of Nature“ Fotografien ein und wendete so die Massenproduzierbarkeit der Kalotypie praktisch an.

 

Daguerreotypie Mai 29, 2008

Gespeichert unter: Daguerreotypie — dokely @ 6:33

Am 19. August 1839 wurde im Institut de France das neue Verfahren der Daguerreotypie der Öffentlichkeit vorgestellt. Dieses Datum gilt auch als die Geburtsstunde der Fotografie. Benannt wurde dieses Verfahren nach dem offiziellen Erfinder Louis Jacques Mandé Daguerre (*1787 – U1851), dieser versuchte schon 1824 Bilder der Camera Obscura mit Hilfe lichtempfindlicher Stoffen aufzuzeichnen. Bis zu seinem Vertrag mit Nicéphore Niépce hatten seine Versuche jedoch nur wenig Erfolg und ohne die Vorarbeit von Niépce, der 1833 unbeachtet von der Öffentlichkeit starb, hätte L. J. M. Daguerre sein Verfahren nicht vervollkommnen können. Dadurch das Daguerre, Nicéphore Niépces Erben, Isidore Niépce, zu einer Vertragsänderung bewegte, konnte er dieses Verfahren nach sich selbst benennen und brachte somit Niépce um seinen Nachruhm.

Bei der Daguerreotypie wird eine gereinigte, polierte und versilberte Kupferplatte in einem Kästchen Joddämpfen ausgesetzt. Es entsteht eine hauchdünne lichtempfindliche Jodsilberschicht. Diese Platte wird dann in der Camera Obscura durch das Öffnen der Linse ein paar Minuten belichtet. Das nun noch nicht sichtbare Bild wird dann in einem anderen verschließbaren Kasten durch erwärmtes und verdampftes Quecksilber entwickelt. In einem lauwarmen Salzwasserbad wurde die Platte dann fixiert, danach gespült gewässert und getrocknet.

 

Der wichtigste Schritt, nämlich das vorhandene Bild auf der Jodsilberplatte mit Hilfe von Quecksilberdämpfen zu entwickeln, gelang Daguerre erst 1937. Sechs Jahre später, als er durch Zufall die Lichtempfindlichkeit von Silberjodid feststellte.

 

  

 

Kamera von L.J.M. Daguerre, und eine Daguerreotypie von 1850

 

Die Daguerreotypie galt nun als ein zuverlässiges fotografisches Verfahren, auch wenn die Prozedur sehr umständlich war und genau eingehalten werden musste.

 

 

 

 

 

 

Die Jahre 1839-1840 Mai 29, 2008

Gespeichert unter: Fotografische Entdeckungen, die Jahre 1839-1840 — dokely @ 6:26

Viele wissenschaftliche Kriterien, Zufallsbeobachtungen und Intuition einiger Gelehrter wirkten auf die Erfindung der Fotografie. Natürlich spielten auch die sozialen, politischen und wirtschaftlichen Umstände eine große Rolle, dass eine erhöhte Nachfrage nach Bildern bestand.
Besonders die beiden Jahre 1839 – 1840 waren sehr prägende Jahre, in denen viele wichtige Grundlagen entwickelt wurden. Jene Grundlagen etablierten sich nicht sofort, bestimmten aber danach die künftige Technik und die Anwendungsgebiete.

 

Am Anfang war die Lochkamera Mai 29, 2008

Gespeichert unter: Camera Obscura — dokely @ 6:20

Damals wie heute war es ein Anliegen des Menschen Augenblicke einzufangen, um sie zu späteren Zeitpunkten nochmals zu sehen oder ein repräsentatives Bild von sich selbst zu haben um dieses weitergeben zu können. Heute ist dies kein Problem mehr, man zückt einfach seine Digitalkamera, drückt ab und schon kann man das entstandene Foto entwickeln lassen oder mit entsprechender Ausrüstung, sprich Computer und Drucker, sogar selbst auf Papier bringen. Nahezu unvorstellbar wie viele bestehende Kenntnisse und Resultate es brauchte, welche sich oft unabhängig voneinander im Laufe der Jahrhunderte angesammelt haben, um zum heutigen Stand zu gelangen. Faszinierend ist auch, dass sich nach 1800 gleich mehrere Erfinder unabhängig voneinander mit dieser Materie beschäftigten.

 

Zu den ältesten Kenntnissen aus der Vorgeschichte der Photographie zählt das Prinzip der Lochkamera, besser bekannt als Camera Obscura. Schon Aristoteles wusste, dass, wenn ein Lichtstrahl durch eine kleine Öffnung von außen in einen völlig abgedunkelten Raum fällt, man auf der gegenüberliegenden Seite genau das klar und deutlich sieht, was sich draußen befindet. Nur eben auf den Kopf gestellt. Erst Leonardo da Vinci schuf die Voraussetzungen dafür, dass dieses Prinzip auch praktisch angewendet werden konnte. Dies war in der Zeit von 1490 – 1492, doch leider schrieb Leonardo da Vinci alle seine Aufzeichnungen in einer Art Spiegelschrift, die erst Ende des 17. Jahrhunderts entschlüsselt werden konnte, Somit blieb seine Enddeckung bis zu diesem Zeitpunkt ohne Folgen. Glücklicherweise beschäftigten sich auch andere Gelehrte wie G. della Porta oder Johannes Kepler mit dieser Erscheinung.

Anfangs war die Camera Obscura eine abgedunkelte, begehbare Kammer mit einem Loch in der Außenwand. Diese diente Künstlern als Zeichenhilfe. Im Laufe der Zeit wurde sie dann kleiner. Man konstruierte kastenförmige, mit Linsen versehene Apparate, in denen Umkehrspiegel angebracht waren. Diese lenkten die Bilder auf die Glasplatte die sich an der Oberseite des Kastens befand und von dort konnte der Zeichner dann das Bild abpausen. Gezeichnet wurde in der Regel auf transparent gemachtem Papier.

 

 

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts hatte die Optik alle wesentlichen Voraussetzungen geschaffen, damit mehr und mehr das Herstellen geeigneter Glassorten und das Fassen der verschiedenen Linsenkombinationen in den Vordergrund rückten. Neben der Camera Obscura kamen nun auch einige andere optische Geräte zum Einsatz. Allen voran die Laterna Magica. Diese war im Prinzip ein Vorläufer des uns bekannten Dia-Projektors, man konnte damit ein transparentes Bild auf eine Wand projizieren, nur wurden die Bilder für die Laterna Magica gemalt. Später wurden auch Glasbilder benützt. Weil das sich emanzipierende Bürgertum einen immer größeren Bildbedarf hatte, wurden auch Silhouetten immer populärer: man zeichnete nur einen Schatten nach und schnitt ihn dann aus.

 

 

Dies erforderte kein großes Maß an zeichnerischem Vermögen, ebenso wenig wei das später entwickelte Physionotrace oder die Camera lucida. Alle diese optischen Hilfsmittel dienten im Grunde nur dazu billig und schnell Bilder zu produzieren. Besonder Portrais waren sehr gefragt. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Anfänge der Fotografie Mai 29, 2008

Gespeichert unter: Die Anfänge der Fotografie — dokely @ 6:07

 

 

 

Ganz am Anfang stand die Lochkamera, deren Prinzip schon Aristoteles bekannt war. Sie diente den Zeichnern als Zeichenhilfe und war zu Beginn noch ein begehbarer Raum. Die Camera Obscura wurde weiterentwickelt und zu kleinen tragbaren Kästen verkleinert und mit diversen Linsen ausgestattet. Ähnlich wie bei den anderen, zu dieser Zeit geläufigen Geräten, versuchte man, damit schnell Bilder zu produzieren.

 

Erst mit der Erfindung der Daguerreotypie war es möglich, Bilder direkt zu entwickeln, daher gilt auch die Veröffentlichung dieses Verfahrens, 1839, als die Geburtstunde der Fotografie. Aber auch Talbot verzeichnete einige Erfolge und entwickelte die Kalotypie, eine Negativ-Fotografie, die die Möglichkeit bot, Abzüge zu vervielfältigen. Diese Erfindungen stießen auf großes Interesse und bereits 1839 entstanden die ersten professionellen Ateliers. Trotz anfänglich starker Kritik an der Kunstwürdigkeit der Fotografie, war sie bald auch aus dieser Sparte nicht mehr wegzudenken.

Um die Räumlichkeit auf Bildern besser zeigen zu können, wurde bald das Verfahren der Stereoskopie entwickelt, welches auf dem Mechanismus des binokularen Sehens basiert. Besonders Mitte der 50er Jahre brach ein regelrechter Boom um diese Stereoskopien aus. Sie wurden Ende des 19. Jahrhunderts von den Ansichtskarten abgelöst.

 

Bald spielte auch die Druckgrafik eine wichtige Rolle und es wurden einige Verfahren entwickelt, um die Bilder, in möglichst hoher Qualität zu vervielfältigen. Besonders wichtig dafür war die Fotogravur. Basierend auf Nègres Heliographie gelang es ihm, mit Hilfe einer geätzten Metalldruckplatte von einem Negativ viele Abzüge zu machen. Da dieses Verfahren immer ausgereifter wurde, dauerte es nicht lange und die Fotografie hielt auch in Büchern und Presse Einzug. Zuerst waren viele Leser skeptisch, aber bald wurde auch diese Erneuerung akzeptiert. Bei den bisher bekannten Verfahren bestand aber der Nachteil für die Presse, dass Bild und Text nicht in einem Arbeitsgang gedruckt werden konnten. Deshalb wurde die Autotypie entwickelt. Dabei wurde ein Rasternetz über das Bild gelegt, das ein körniges Rasterbild entstehen lies, welches auch mit der typographischen Hochdruckmethode, wie der Text, gedruckt werden konnte. Nun war nur mehr das Problem der Aktualität der Bilder zu lösen, da es seine Zeit brauchte, bis Bilder in der Redaktion ankamen und diese Geschehnisse bis dort nicht mehr aktuell waren. Dieses Problem löste sich aber bald, als die Welt immer mehr erschlossen wurde, von den ersten Zügen bis heute, wo es nur mehr einen Mausklick braucht, um eine Fotografie von einem Ende der Welt ans andere Ende zu senden.

 

Bald spielte auch die Druckgrafik eine wichtige Rolle und es wurden einige Verfahren entwickelt, um die Bilder, in möglichst hoher Qualität zu vervielfältigen. Besonders wichtig dafür war die Fotogravur. Basierend auf Nègres Heliographie gelang es ihm, mit Hilfe einer geätzten Metalldruckplatte von einem Negativ viele Abzüge zu machen. Da dieses Verfahren immer ausgereifter wurde, dauerte es nicht lange und die Fotografie hielt auch in Büchern und Presse Einzug. Zuerst waren viele Leser skeptisch, aber bald wurde auch diese Erneuerung akzeptiert. Bei den bisher bekannten Verfahren bestand aber der Nachteil für die Presse, dass Bild und Text nicht in einem Arbeitsgang gedruckt werden konnten. Deshalb wurde die Autotypie entwickelt. Dabei wurde ein Rasternetz über das Bild gelegt, das ein körniges Rasterbild entstehen lies, welches auch mit der typographischen Hochdruckmethode, wie der Text, gedruckt werden konnte. Nun war nur mehr das Problem der Aktualität der Bilder zu lösen, da es seine Zeit brauchte, bis Bilder in der Redaktion ankamen und diese Geschehnisse bis dort nicht mehr aktuell waren. Dieses Problem löste sich aber bald, als die Welt immer mehr erschlossen wurde, von den ersten Zügen bis heute, wo es nur mehr einen Mausklick braucht, um eine Fotografie von einem Ende der Welt ans andere Ende zu senden.