Im Laufe des 19. Jahrhunderts waren sich alle einig, dass sich die Fotografie nur als beständiges und beliebig zu vervielfältigendes Bild durchsetzen würde. Die Daguerreotypien jedoch waren sehr empfindlich und die Farben verblassten schnell, auch in der Vervielfältigung war es problematisch. Um diese Bereiche zu verbessern musste ein neues Verfahren her und während des gesamten 19. Jahrhunderts wurden mit unterschiedlichem Erfolg verschiedene Lösungswege vorgestellt.
Was sie aber alle gemeinsam hatten war, dass sie alle mehr oder weniger an der Technik der Lithographie und des Stichs anknüpften. Dabei dienten dem durch Fotografie gemachtem Negativ lithographische Schiefer-, Kupfer-, Zink-, oder Stahlplatten als Träger und Zwischensubstanz. Bereits Nièpce verwendete für die Vervielfältigung des Portraits von Kardinal Georges d’Amboise eine Zinnplatte kombiniert mit der Sonnenbestrahlung einer lichtempfindlichen Oberfläche. Auch die Daguerreotypie selbst ist im Grunde nur eine Kupferplatte mit Silberbeschichtung. Bedingt durch das aufwendige Verfahren ergibt eine Daguerreotypie jedoch immer ein Unikat.